Die Kaoline werden in Literatur meist als Verwitterungsprodukte feldspatreicher, saurer Gesteine betrachtet. Die im Zuge der schnellen Aufwärtsentwicklung der keramischen Industrie vorangetriebenen Arbeiten über die Kaolin-Geologie zeigten es, dass die türkischen Kaoline hauptsächlich an die vulkanischen Gesteine gebunden sind. Für die Bildung der Kaolinlagerstätten ist es notwendig, dass die Kaolinisierung der Feldspäte schon während der vulkanischen und magmatischen Vorgänge einsetzt. Der schnelle und umfangreiche Wechsel des pH Wertes ist für die Trennung der Si- AI- und Fe-Oxyde wichtig. Diese chemischen Vorgänge und die Paragenese des Kaolinits mit den Mineralien vulkanischer und magmatischer Herkunft können nicht mit der Verwitterung durch die deszendenten Wässer allein erklärt werden. Sowohl die gangartigen, hydrothermalen Kaolinlagerstätten in magmatischen, subvulkanischen und vulkanischen Gesteinen, als auch die lateralen Kaolinisierungszonen sind hauptsächlich durch die Wirkung der sauren, thermalen Lösungen entstanden.
SEYHAN, İsmail (2023) “DIE ENTSTEHUNG DES VULKANISCHEN KAOLINS UND DAS ANDESIT-PROBLEM*,” Bulletin of the Mineral Research and Exploration: Vol. 1971: Iss. 76, Article 6.
URL: https://bmta.researchcommons.org/journal/vol1971/iss76/6
